Insulinpumpe beim Diabetes bringt Vorteile
Das Hightechgerät - die Pumpe
Die Insulinpumpe ist sehr klein und kann sowohl in der Hosentasche oder am Gürtel getragen werden. Die Pumpe wird allerdings nicht, wie viele vermuten ins Unterhautfettgewebe eingepflanzt, sondern sie wird mit einem Katheter an den Bauch geschlossen. Diese Therapie mit einer Pumpe wird auch als CSII (Continuous Subcutaneous Insulin Infusion) abgekürzt. Am Anfang sind viele Diabetiker skeptisch, mit der Pumpe schlafen, Sport treiben und noch dazu wird man die ganze Zeit an seinen Diabetes erinnert.
Jedoch lässt es sich meiner Meinung nach, mit einer Pumpe besser leben als mit einem Insulinpen. Es gibt noch nicht viele Anbieter von Insulinpumpen auf dem deutschen Markt. Allerdings werden die Pumpen immer besser, da von den verschiedenen Firmen immer weiterentwickelt wird. In der Pumpentherapie wird nur schnell wirkendes Insulin verwendet. Man benötigt kein Basalinsulin, da die
Pumpe jede Stunde die von ihnen eingestellte Insulinmenge abgibt.
Die Pumpe gibt alle drei Minuten Insulin ab, sprich 480 mal pro Tag. Somit sind sie rund um den Tag mit Insulin versorgt. Die Pumpentherapie ist für solche Diabetiker geeignet, die immer zwischen niedrigen und hohen (Hypo- und Hyperglykämien) Werten schwanken. Sprich für solche zuckerkranken, die mit der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) ihren Therapieziele nicht erreichen.
- Typ 1 mit schlechter Unterzuckerungswahrnehmung
- Typ 1 mit keinem geregelten Tagesablauf
- Schlanker Typ 2, Insulinmangel und Therapieziele mit ICT nicht erreichbar
- Bei Diabetikerinnen, die schwanger sind oder den Wunsch äußern und die Ziele (Werte zwischen 70 - 110 mg/dL nicht erreicht werden. Die meisten Frauen kommen allerdings mit der ICT klar.
- Wenn der Diabetes durch eine (chronische) Bauchspeicheldrüsenerkrankung (Pankreatitis) mit der ICT nicht das erhoffte Stoffwechselergebnis bringt
Einer der großen Vorteile einer Pumpentherapie ist, dass man sich nicht mehr so oft spritzen muss. Aber auch ihre Lebensqualität wird dadurch steigen, da damit ihr Zucker normal besser eingestellt sein wird. Dadurch kann man sich auch besser vor Folgeerkrankungen schützen. Evtl. nicht mehr so viele Krankenhausaufenthalte oder weniger Erkrankungen. Noch ein Vorteil ist, dass ihr Blutzucker wahrscheinlich nicht mehr so arg schwankt. Aber sie hat auch Nachteile die Pumpe. Die Gefahr ist höher in eine Ketoazidose zu rutschen. Die Pumpe kann immer mal wieder einen technischen Defekt haben, deshalb sollten sie eine zweite auf Reserve haben. Haben sie die Diabetes Pumpe erst einmal inne werden sie sie so schnell nicht wieder hergeben, zumindest ist dies bei den meisten Diabetikern der Fall.
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