Diabetes in der Nacht - Unterzuckerung im Schlaf
Während des Tages kann ein Diabetiker seinen Blutzucker immer messen und überprüfen und gegebenenfalls darauf reagieren. Er kann sowohl einer Hypo durch Einnahme von schnell wirkenden Kohlenhydraten wie Cola oder Traubenzucker als auch einer Überzuckerung mit dem verabreichen von zusätzlichem Insulin entgegenwirken. Dies ist in der Nacht da man ja schläft nicht der Fall. Doch wie verhält sich dort der Blutzuckerspiegel? Muss ich Angst haben?
Vor allem in der ersten Zeit nach der Manifestation des Diabetes,ist man unsicher und hat Angst der Zuckerspiegel könnte in der Nacht entgleisen. Am Anfang werden die Werte, wenn man stationär auf Behandlung ist, auch in der Nacht gemessen, damit man erkennen kann,wie sich der Blutzuckerspiegel verhält. Wann steigt er an und wann sinkt er. So kann vielleicht ein Muster erkannt werden, um die Insulindosierung für die Nacht optimal anzupassen.
Unterzuckerung in der Nacht sind gefürchtet
Aber besonders bei Jugendlichen und Kindern, die gerade in die Pubertät kommen, ist es diese Anpassung für die Nacht recht schwer. Hormone sind dafür verantwortlich. Wenn der Blutzuckerspiegel unter einem bestimmten Wert sinkt ( um die 40 -50 mg / dl ) folgt normalerweise Gegenregulation mit Adrenalin. In der Pubertät kommen noch Östrogene und Testosteron dazu. Auch das Wachstumshormon spielt dann eine Rolle. . Und diese werden ja nicht immer gleichmäßig ausgeschüttet. Darum kann es durchaus sinnvoll sein auch in der Nacht seinen Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Allerdings kann sich das auch immer wieder verändern, sprich es ist nicht so das es jede Woche gleich bleibt. Dabei ist eine Insulinpumpe am Besten, denn man kann jede Stunde einstellen,wie viel Insulin die Pumpe abgeben soll. Hingegen beim Pen, kann man nur die Menge insgesamt verändern. Dies ist schon ein kleiner Nachteil.
Aber es müssen nicht nur immer die Hormone sein, es kann auch sein, dass ein Infekt im Anmarsch ist. Allerdings kann man dies auch daran erkennen, dass dann der Insulinbedarf am Tag viel höher ist als sonst. Es ist wichtig, dass man solche Phasen genau aufschreibt und mit seinem Diabetologen genau darüber spricht und analysiert. Es ist auch gut, wenn der Traubenzucker oder die Cola immer bereitstehen, für den Fall der Fälle. Oder was auch manchmal ganz ratsam ist, wenn man vor dem schlafen gehen noch eine Banane oder ein Brot ist, denn dies hält etwas länger an und man kann die Phasen, in denen man vielleicht sonst im Unterzucker landet gut überbrücken.
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